Bei der dezentralen Warmwasserversorgung wird das Wasser direkt dort erhitzt, wo es gebraucht wird. Wärmeverluste durch lange Leitungswege werden so vermieden. Jeder Zapfstelle wird ihr individuelles Warmwassergerät zugeordnet, das genau auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt ist. So wird mit geringem Energieeinsatz jederzeit hoher Wasserkomfort gewährleistet.
Unsere Geräteempfehlung:
- Am Waschbecken: Klein-Durchlauferhitzer
- An der Küchenspüle: Kompakt-Durchlauferhitzer
- Am Ausgussbecken: Kleinspeicher
- Im Badezimmer: Elektronischer Durchlauferhitzer
Was ist der Unterschied zwischen hydraulischen und elektronischen Durchlauferhitzern?
Hydraulische Durchlauferhitzer können eine oder mehrere Zapfstellen mit Warmwasser versorgen. Die Feinabstimmung der Warmwassertemperatur wird durch Zumischen von Kaltwasser reguliert. Wenn sich der Wasserdurchfluss ändert, kann es jedoch zu Temperaturschwankungen kommen. Dies führt manchmal zu unfreiwilligen heiß-kalten Wechselduschen.
Elektronische Durchlauferhitzer sind eine Weiterentwicklung der hydraulischen Geräte und decken den gleichen Anwendungsbereich ab. Der Vorteil besteht darin, dass die Heizleistung elektronisch stufenlos geregelt wird und die Temperatur dadurch unabhängig vom Durchfluss und Zulauftemperatur konstant gehalten wird. Das Wasser kommt beim elektronischen Durchlauferhitzer sofort mit der richtigen Temperatur aus der Leitung. Durch die elektronische Regelung verbrauchen elektronische Durchlauferhitzer rund 20 % weniger Energie als hydraulische Geräte.
Welche elektrische Anschlussleistung soll ich wählen?
Durchlauferhitzer gibt es in unterschiedlichen Leistungen. Aber welche Leistung ist die richtige?
Grundsätzlich gilt:
Je höher die Anschlussleistung desto größer ist die Durchflussmenge warmen Wassers. Zur Versorgung eines Handwaschbeckens genügt bereits ein steckerfertiges 3,5-kW-Gerät.
Für gehobene Komfortansprüche empfehlen sich Durchlauferhitzer mit höheren Leistungen. Für die Küchenspüle mit einem normalen Bedarf von 5 l/min in 45 °C, ist eine Anschlussleistung von 13 kW die ideale Wahl. Im Bad dagegen sollte die maximale Heizleistung von 24 kW oder 27 kW gewählt werden.
Vorteile von Durchlauferhitzern
Durchlauferhitzer verbrauchen weniger Energie!
Durchlauferhitzer erhitzen das Wasser nur in dem Moment, in dem es tatsächlich gebraucht wird, d.h. bei Warmwasserentnahme. Im Gegensatz zu Speichern verbrauchen Durchlauferhitzer deshalb keine Bereitschaftsenergie. Im Vergleich zu zentralen Systemen haben Durchlauferhitzer sowieso
die Nase vorn. Sie werden direkt dort installiert, wo das warme Wasser gebraucht wird. Energieverluste durch lange Leitungswege treten deshalb nicht auf. Ideal sind elektronische Durchlauferhitzer. Anstatt das Wasser mit einem enormen Energieaufwand generell auf 65°C oder mehr vorzuheizen und dann kaltes Wasser zuzumischen, erhitzen elektronische Durchlauferhitzer das Wasser genau auf die vorgewählte Nutztemperatur. Das spart Energie!
Durchlauferhitzer sparen Wasser!
Wie lange dauert es bei Ihnen, bis Sie morgens unter der Dusche Ihre Lieblingstemperatur eingestellt haben? 30 Sekunden - 1 Minute? In dieser Zeit läuft das falsch temperierte Wasser ungenutzt in den Abfluss. Übers Jahr verteilt kommen da einige Kubikmeter zusammen. Elektronische Durchlauferhitzer liefern Ihnen das warme Wasser sofort aufs Grad genau. So verschwenden Sie kein Wasser bei der Temperaturabstimmung und können Ihr Leitungswasser sofort optimal ausnutzen.
Durchlauferhitzer passen überall hin!
Ob Komfort-Bad, moderne Küchenspüle, Dusche oder Handwaschbecken – Durchlauferhitzer können überall schnell, sauber und ohne viel Aufwand installiert werden. Durch ihre kleinen Abmessungen fügen Sie sich überall harmonisch ein. Riesige Vorratsbehälter gehören der Vergangenheit an.
Durchlauferhitzer sorgen für hohen Komfort!
Elektronische Durchlauferhitzer liefern sofort warmes Wasser exakt in Ihrer Lieblingstemperatur ohne unangenehme Temperaturschwankungen. Sie bestechen durch attraktives Design und komfortable Bedienelemente wie z.B. Temperaturspeicher, Verbrühschutzfunktion oder Temperaturanzeige. Mit Durchlauferhitzern machen Sie sich unabhänigig von regulären Heizperioden. Sie können Ihre Heizung im Sommer ausschalten, verfügen aber trotzdem jederzeit über warmes Wasser.
Durchlauferhitzer kosten weniger!
Im Vergleich zu zentralen Systemen schneidet die dezentrale Warmwasserversorgung wesentlich günstiger ab. Das liegt an der Vermeidung von Wärmeverlusten, an den vergleichsweise geringen Investitionskosten sowie an den Energiesparpotenzialen, die Durchlauferhitzer bieten. Die Sensibilisierung in Umweltfragen sowie knappere und verteuerte fossile Brennstoffe sprechen für das System der dezentralen Warmwasserversorgung.
Begriffe der Warmwasserversorgung
In der Warmwassertechnik finden Sie offene und geschlossene Geräte, die sich in Betriebsdruck und Armatur unterscheiden und für die Einzel- oder Gruppenversorgung konzipiert sind.
Offene Geräte:
Diese Geräte sind zur verbrauchsnahen Versorgung einer Zapfstelle gedacht (z. B. Waschtisch, Spüle) und stehen nicht unter Wasserleitungsdruck. Über eine spezielle offene Armatur, erkennbar an den drei Anschluss-Schläuchen, ist der Behälter stets mit der Außenluft verbunden. Wird warmes Wasser entnommen, öffnet das Warmwasserventil den Kaltwasserzulauf zum Gerät. Das kalte Wasser drückt das leichtere warme Wasser zur Zapfstelle.
Geschlossene Geräte:
Diese Geräte sind zur Versorgung von mehreren nahe beieinander liegenden Zapfstellen gedacht (z. B. Bad mit Waschtisch, Dusche und Badewanne). In ihnen herrscht der Wasserleitungsdruck, die Entnahmestelle ist nach dem Speicher angeordnet. Das warme Wasser wird vom Wasserleitungsdruck zur Entnahmestelle gedrückt. Geschlossene Geräte benötigen eine Sicherheitsventilkombination, die das Ausdehnungswasser in einen separaten Abfluss führt und das Gerät vor Überdruck schützt. Geschlossene Geräte können mit allen handelsüblichen Armaturen betrieben werden.
Einzelversorgung:
Liegen die Zapfstellen weit auseinander, empfehlen wir die Einzelversorgung. Kurze Rohrleitungen verhindern große Wärmeverluste, die preiswerte Installation offener Geräte ist auch nachträglich, z. B. in Altbauten, leicht möglich. Sie benötigen lediglich einen Kaltwasseranschluss und eine Steckdose.
Gruppenversorgung:
Mehrere nahe beieinander liegende Zapfstellen werden bei der Gruppenversorgung von einem geschlossenen Warmwasserbereiter versorgt (z. B. Warmwasserspeicher, Durchlauferhitzer). Auch bei der Gruppenversorgung lassen sich die Wärmeverluste durch kurze Leitungswege minimieren.
Zentrale Versorgung:
Hier werden alle Zapfstellen von einem zentralen Warmwasserbereiter, üblicherweise einem Standspeicher versorgt, dessen Größe und Anschlusswert auf den konkreten Bedarf zugeschnitten wird. Wichtig sind kurze Wege zu den am häufigsten benutzten Zapfstellen, um die Wärmeverluste möglichst gering zu halten. Bei langen Leitungswegen empfiehlt sich der Einsatz einer zeitgesteuerten Zirkulationsleitung, damit sofort warmes Wasser an allen Zapfstellen zur Verfügung steht. So verbinden Sie höchsten Komfort mit vertretbarem Energieaufwand.
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